
Elektrisiert Wolle?
Einer der Vorteile von Wolle gegenüber Synthetik ist, dass sie sich deutlich seltener auflädt.
Das kann passieren, ist aber nicht ihre natürliche Eigenschaft – im Gegensatz zu vielen Kunstfasern. Warum ist das so? Wir erklären es Ihnen.
Woher kommt die statische Aufladung?
Die statische Aufladung ist das Ergebnis der Ansammlung elektrostatischer Ladungen. Sie tritt am häufigsten auf, wenn die Luft sehr trocken ist – also im Winter, während der Heizperiode.
Je weniger Feuchtigkeit in der Luft ist, desto leichter ist der „Sprung“ der Ladungen.
Und wie verhält sich Wolle?
Wolle ist eine Naturfaser und hygroskopisch – das heißt, sie nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebung auf.
Dadurch lädt sie sich deutlich seltener statisch auf als Polyester oder Acryl.
Synthetische Stoffe regulieren die Feuchtigkeit nicht. Deshalb „knistern“ sie am häufigsten.
Warum lädt sich ein Wollpullover manchmal statisch auf?
Meistens ist nicht die Wolle selbst schuld.
Die Gründe können andere sein:
– sehr trockene Luft in der Wohnung
– darunterliegende Schicht aus Polyester
– synthetisches Mantel-Futter
– Reibung an künstlichen Materialien
Oft reicht es aus, das, was wir darunter tragen, zu ändern, damit das Problem verschwindet.
Was hilft?
Man braucht keine speziellen Sprays.
Meistens genügt:
– Luftbefeuchter im Winter
– natürliche Schichten darunter (Baumwolle, Seide)
– Vermeidung synthetischer Futterstoffe
Manchmal ist die Lösung einfacher, als es scheint.
Wolle ist kein Material, das sich von Natur aus mit statischer Aufladung „verträgt“.
Wenn etwas passiert, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Luft, die Schichten und die Umgebung zu werfen.

